Aktuelles

Stellungnahme zum Bericht der HAZ vom 08.05.2019 über Ortsbürgermeisterin N. Reuß

Liebe Bürger*innen,

ich beziehe mich auf den Bericht der HAZ vom 08.05.2019 über meine Person.

Einige Bürger*innen des Stadtteils sind demnach der Ansicht, dass ich aufgrund meiner Berufstätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin meinen Aufgaben als Ortsbürgermeisterin nicht richtig nachkommen kann.

Das Amt der Ortsbürgermeisterin ist ein Ehrenamt, wie alle kommunal-politischen Mandate. Natürlich muss ich, wie Sie alle auch, meinen Lebensunterhalt bestreiten. Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Universität Hildesheim angestellt bin.

Ich bin dankbar, dass ich einen Arbeitgeber habe, der es mir mit einem flexiblen Arbeitszeitmodell erlaubt, meine Familie, meinen Job und mein Ehrenamt gut miteinander zu vereinbaren. So etwas ist in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich und ich werde mich nicht dafür entschuldigen, dass ich bei der Universität Hildesheim angestellt bin.

Natürlich entstehen durch dieses Arbeitsverhältnis auch Interessens-konflikte. Das habe ich nie bestritten. Im Gegenteil!

Sowohl öffentlich als auch in persönlichen Gesprächen habe ich immer wieder darauf hingewiesen. Bis jetzt ist mir immer viel Verständnis für diese besondere Situation entgegen gebracht worden.

Ich habe von Anfang an klar gestellt, dass Termine mit der Uni entweder durch meine Stellvertreter oder durch mich in Begleitung meiner Stellvertreter stattfinden.

Genauso werde ich mich aus Diskussionen und Abstimmungen, die die Uni betreffen, heraushalten, sofern Sie Bestandteil einer öffentlichen Ortsratssitzung sind. So geschehen zuletzt im November, als die Neu-baupläne für den Samelsonplatz besprochen wurden.

Sowerde ich es auch heute und in Zukunft handhaben, da es meinem Verständnis von Politik widerspricht, wenn ich trotz Interessenskonflikt öffentlich Stellung beziehe.

Selbstverständlich heißt das nicht, dass ich die Sorgen und Anliegen der Bürger und Bürgerinnen nicht ernst nehme. Alle Anliegen werden gesammelt und thematisiert. Wie dieses geschieht, entscheidendie Mitglieder des Ortsrats und ich.

Nicht jedes Thema wird als gesonderter Tagesordnungspunkt aufgeführt. Das ist ein ganz normales Vorgehen. Das heißt aber nicht, dass diese Themen nicht wichtig sind oder keine Berücksichtigung finden.

In dem genannten Artikel in der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung wird es so dargestellt, als ob die Uni das einzige Thema ist, mit dem wir uns im Ortsrat beschäftigen.

Liebe Leser*innen, dem ist nicht so.

Es gibt noch viele weitere Themen, große und kleine, denen wir uns widmen. Themen, die nicht in Zusammenhang mit meinem Arbeitgeber stehen und die ich ganz neutral behandeln kann und werde.

Seien Sie versichert, dass der Ortsrat daran arbeitet, die Lebensqualität auf der Marienburger Höhe und am Galgenberg zu erhalten und zu verbessern. Leider können wir keine Wunder bewirken, aber wir geben alle unser Bestes.

Und bitte bedenken Sie immer Folgendes: Wir Kommunalpolitiker sind keine Berufspolitiker! Es ist unsere freie Zeit, die wir damit verbringen, das Leben für andere qualitativ besser zu gestalten. Zeit, die viele mit der Familie oder  Hobbies verbringen. Zeit, die auch wir manchmal gerne mit der Familie oder anderen Hobbies verbringen würden.

Aber wir haben uns für das Hobby Kommunalpolitik entschieden, weil uns unsere Kommune am Herzen liegt. Wir sind Kommunalpolitiker mit Leib und Seele. Als Dank schlägt uns oft Undankbarkeit oder sogar blanker Hass entgegen. Und wir machen trotzdem weiter, weil wir davon überzeugt sind, dass wir etwas bewirken können. Leider klappt es nicht immer so, wie wir es uns vorstellen. Wir als Ortsrat und ich als Ortsbürgermeisterin haben einen viel geringeren Handlungsspielraum, als manche vielleicht denken. Ich will nicht verhehlen, dass das auch für uns manchmal frustrierend ist. Zumindest für mich ist es das. Aber ich bin überzeugt, von dem was ich tue. Und ich mache es gerne. Für Sie alle!

Herzlichst Ihre

Nicole Reuß     (Ortsbürgermeisterin)

 


 

Erinnerungstafel für Gustav Fränkel an der Kita Körnerstraße

Fotos -Presse  (Pressemitteilung der Stadt Hildesheim) 

Am Montag, 1. April, 15 Uhr, wurde an der Städtischen Kindertagesstätte Körnerstraße 50 eine Erinnerungstafel für den von den Nationalsozialisten verfolgten jüdischen Unternehmer Gustav Fränkel (1871 bis 1944) am Eingang des historischen Gebäudes eingeweiht. Anlässlich des 100. Jahrestags der Übernahme des Kinderhorts hatte der Verein „Auf der Höhe“ in Kooperation mit
dem Verein „Das Netz auf der Höhe“ die Anbringung der Tafel. Die Tafel wurde von Dr. Hartmut Häger (Vereinsvorsitzender „Auf der Höhe“) entworfen und von der Firma Obornik hergestellt. Das Geld für ihre Finanzierung brachten die Kirchengemeinden Liebfrauen und Paul-Gerhardt, der SPD-Ortsverein Marienburger Höhe/Itzum, die Siedlergemeinschaft Großer Saatner und der Ortsrat Marienburger Höhe/Galgenberg auf. Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer würdigte in seinem Grußwort die Bedeutung der Erinnerungskultur gerade auch an einem solchen Ort wie einer
Kindertagesstätte. Eine Kita und ein Hort seien Orte, an denen es lebendig zugehe. In Zukunft werde aber auch die eine oder der andere am Eingang an der Tafel innehalten, denn mit der Einweihung der Erinnerungstafel für Gustav Fränkel werde ein weiterer Erinnerungsort in Hildesheim geschaffen. Die ausgeprägte Erinnerungskultur der Stadt sei auch mit Blick auf andernorts wieder aufkeimenden Fremdenhass und Antisemitismus besonders wichtig. Der Oberbürgermeister dankte daher allen, die die Finanzierung der Tafel ermöglicht haben, sowie Dr. Hartmut Häger für sein unermüdliches Engagement für die Hildesheimer Erinnerungskultur.
Dr. Häger skizzierte anschließend in seinem Wortbeitrag das Leben Gustav Fränkels. Dieser war Eigentümer der Sackfabrik G. D. Fränkel und von 1916 bis 1924 Bürgervorsteher, richtete 1911 in der Körnerstraße 50 eine Sackstopferei und einen Kinderhort ein. Der Hort wurde am 5. Dezember 1911 eröffnet. Nach der Schließung der Stopferei übernahm die Stadt Hildesheim am 1. April 1919 seine Trägerschaft. Noch heute befindet sich in der Körnerstraße eine städtische Kindertagesstätte. Gustav Fränkel flüchtete 1938 vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Argentinien, nachdem er zum Verkauf seines Unternehmens gezwungen worden war. Dort starb er 1944 im Exil.
Musikalische Beiträge der Kita- und Hortkinder rundeten die Veranstaltung, an der unter anderem auch Ortsbürgermeisterin Nicole Reuß sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger teilnahmen, ab.


Jahres-Haupt-Versammlung 2019

Gut besuchte JHV 2019  (Foto: rl) 

(tH/rl) Die Südstadt-SPD ist ein lebendiger Ortsverein. Er umfasst die Ortschaften Marienburger Höhe/Galgenberg und Itzum-Marienburg und stellt in ihnen die beiden Ortsbürgermeisterinnen. Er beteiligt sich am Leben im Stadtteil, mischt aber auch in der großen Politik mit.
Und er zieht junge Menschen an. Neun Eintritte und sechs Zuzüge konnten die acht Austritte und zwei Wegzüge im vergangenen Jahr mehr als ausgleichen. Ortsvereinsvorsitzender René Laske sieht die SPD auf einem guten Weg und gut aufgestellt für die Europawahl am 26. Mai. „Wir sind alle motiviert für unsere Werte und Europa einzustehen und sind sehr gut für den kommenden Wahlkampf vorbereitet“, so Laske. Zur Jahreshauptversammlung in der Südklause hatte er Dr. Cornelia Ott gebeten, sich den Mitgliedern vorzustellen. Die Biologin kandidiert auf Platz 29 der Bundesliste, oder, aus niedersächsischer Sicht, auf Rang 2 nach dem Europaabgeordneten Bernd Lange auf Platz 6. Ott sieht die Europäische Union als großen Glücksfall an, der nach dem verheerenden Zweiten Weltkrieg für dauerhaften Frieden und wachsenden Wohlstand sorgte und die Freiheit aller Menschen in Europa erheblich ausgeweitet habe. Als Mitglied des Europäischen Parlaments möchte sie Europa sozialer gestalten und die kleinen und mittleren Unternehmen im Blick behalten.
Vorsitzender René Laske hob hervor, dass sich die SPD mit den wichtigen Zukunftsthemen Zuwanderung und Integration sowie Energie und Mobilität auseinandergesetzt habe. Den lokalpolitischen Fragen habe man sich mit zwei Veranstaltungen zur Stadtentwicklung und mit einer starken Beteiligung am Stadtspaziergang mit der Stadtbaurätin Andrea Döring gewidmet. Besonders freute er sich über die Beteiligung des Ortsvereins am 33. Nikolausmarkt in Itzum. Im kommenden Vorstandsjahr setzt er gemeinsam mit seinem Vorstand eine gesunde Mischung an Aktivitäten und möchte ein Konzept zur Aufwertung des Ortsvereins vorlegen. Dazu gehört auch, dass der Ortsverein jünger und weiblicher werden muss. Im Internet ist der Ortsverein zum Stadtverband umgezogen und nun unter https://www.spd-hildesheim.de/marienburgerhoehe-itzum/ im übersichtlichen und modernem Look erreichbar.
Beate König und Nicole Reuß berichteten als Ortsbürgermeisterinnen aus den Ortsräten, Felix von der Lieth und Berndt Seiler sprachen über die Arbeit des Stadtrats und des Kreistags. Von der Lieht kündigte Verbesserungen für den Klingeltunnel an und nahm die Anregung mit, die Stadtbuslinie 4 wieder durchgängig nach Itzum fahren zu lassen. Auch für eine eindeutige Linienführung der Busse 1 und 10, die mal durch Itzum, mal direkt zur Scharfen Ecke fahren, will er sich einsetzen. Seiler wies auf mehrere Planvorhaben des Kreistags hin: Kulturhauptstadt 2025, Tourismuskonzept, Regionales Entwicklungskonzept und Masterplan IT.
Die Jahreshauptversammlung beschloss den Appell an alle Parteien, die Plakatwerbung bei der nächsten Kommunalwahl auf wenige festgelegte Standorte zu konzentrieren. Im Grundgesetz soll der Begriff „Rasse“ gestrichen werden, so dass Artikel 3 Absatz 3 künftig lauten soll: „Niemand darf rassistisch diskriminiert oder wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens,  seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“ Über die Parteivorsitzenden und Kanzlerkandidatinnen und -kandidaten sollen künftig alle Mitglieder per Mitgliederentscheid mitbestimmen können. Mit einer SPD-App sollen die Mitglieder sich jederzeit und überall über das Geschehen in der SPD informieren und sich an ihm beteiligen können. Im Stadtteil möchte der Ortsverein die Fußgängerüberwege an der Bushaltestelle Südfriedhof und zwischen dem Marienburger Platz und der Stralsunder Straße sicherer machen. Am Ostrand Itzum, hinter der Busendhaltestelle, soll geprüft werden, ob ein Bebauungsplan aufgestellt werden kann und somit eine Alternativfläche zum Wasserkamp entstehen könnte. René Laske betont dabei, dass diese Fläche besonders attraktiv sei, da die Marienburger Straße nicht einseitig belastet wird, eine Anbindung durch den ÖPNV sowie die Autobahn A7 (über Heinde, Hildesheimer Börde) bestehe. Desweiteren muss innerhalb der Debatte um Wohnflächen in der Stadt Hildesheim jeder Stadtteil im gleichen Maße einbezogen und geprüft werden.


Andrea Döring bei der SPD: Zielstrebige Stadtentwicklung in Hildesheim

Frau Döring erklärt ihre Pläne zur Stadtentwicklung (Foto: tH) 

12. September 2018

  • (tH) Die Stadtentwicklung stand bei der SPD Marienburger Höhe/Itzum im März schon einmal auf der Tagesordnung. Damals musste der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauen, Umwelt und Verkehr, Detlef Hansen, für die erkrankte Stadtbaurätin Andrea Döring einspringen. Am 12. September kam sie selbst und breitete einen eindrucksvollen Themenstrauß vor den etwa zwanzig Interessierten aus.

Der erste Eindruck: Andrea Döring ist in Hildesheim angekommen. Obwohl sie erst ein knappes Jahr im Amt ist, verfügt sie über eine profunde Sach-, Orts- und Personenkenntnis. Sie geht auf die Menschen zu, hört sich ihre Sorgen an und gibt ehrliche Antworten. So war das auch bei der SPD-Stadtteilversammlung, die Ortsvereinsvorsitzender René Laske leitete. Dass sie systematisch und zielstrebig vorgeht, zeigte ihr knapp dreiviertelstündiger Vortrag. Die Themenschwerpunkte: Mobilität, Lebensqualität in der Innenstadt, Pflege der Wohnquartiere, Industrie- und Gewerbeflächen, Hochwasserschutz und – speziell für die interessierte Zuhörerschaft – der Wasserkamp.

Im Einzelnen: Die Hauptradwegeverbindungen quer durch die Stadt sollen in einem Dreijahresprogramm für rund 3,6 Millionen Euro verbessert werden. Für den Klingeltunnel sind 2019 Planungskosten in Höhe von 80.000 Euro und für die Umsetzung – mit einer Verpflichtungsermächtigung bis 2022 – zusätzlich 600.000 Euro vorgesehen. Der Radverkehr ist nur ein kleiner Teil des „GreenCityPlans“, also des Konzepts für eine umweltbewusste Stadtentwicklung. Acht Arbeitspakete wurden von rund fünfzig Hildesheimer Expertinnen und Experten erarbeitet, wobei das spannendste Projekt das achte Paket enthält: eine ganze Siedlung mit emissionsfreier Mobilität. Jetzt geht es an die Umsetzung.

Auch in der Innenstadt setzt Andrea Döring auf die Kompetenz der Betroffenen. Den Arbeitskreis Innenstadt will sie wieder aktivieren, die Quartiersinitiative Niedersachsen (QIN) soll wieder aufgelegt werden, für das „Förderprogramm Stadtgrün“ hat Hildesheim die Wallanlagen und den Hohnsenseebereich angemeldet, Gesamtkosten: 4 Millionen Euro bei bis zu 90-prozentiger Förderung. Um die Verbesserung der Wohnquartiere kümmern sich die großen Programme „Stadtumbau West“ und „Soziale Stadt“, an denen sich Hildesheim mit über 140 Projekten mit einem Volumen von rund 28 Millionen Euro beteiligt. Ganz wichtig: bezahlbares Wohnen. Dafür hat der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD), der auch für Bauen zuständig ist, am 21. März 2018 das Bündnis für bezahlbares Wohnen gegründet. Die Baudezernentin erhofft sich dadurch attraktivere und wirksamere Wohnungsbauförderungsprogramme.

Die Entwicklung des Gewerbegebiets Nord geht mit der Gründung einer Entwicklungsgesellschaft voran, an der die Stadt mit 51 Prozent und die Sparkasse Hildesheim Goslar Peine mit 49 Prozent beteiligt ist. Entscheidend ist der dritte Autobahnanschluss, den die Stadt jetzt vorfinanzieren will; der Abschluss einer Planungsvereinbarung steht bevor. Beim Hochwasserschutz begann die Stadt mit der Sicherung des Phönix-Gebietes durch eine Maßnahme in der Bleicherstraße. An zweiter Stelle steht Itzum.

Zum Thema Wasserkamp erläuterte Döring das Vorgehen bei der bevorstehenden archäologischen Untersuchung. Die artenschutzrechtliche Untersuchung des FHH-Gebietes (gemäß der europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie) läge bereits vor. In der Diskussion wurden alternative Standorte in Sorsum, Einum oder Achtum genannt. Auch sei Itzum schon genug mit der Stadtentwicklung belastet worden. Hier widersprach Andrea Döring energisch. Der Zuzug neuer Einwohner sei keine Belastung, sondern eine Bereicherung für die Stadt. Und in Itzum könne die Stadt durch abschnittsweise Bebauung auf eigenem Grund für bezahlbares Wohnen sorgen. Sie versprach, Ortsräte und Bürgerschaft an den Planungen zu beteiligen. René Laske bat darum, auch die Fläche hinter der Busendhaltestelle am Ortsrand Richtung Heinde auf ihre Eignung als Bauland zu prüfen.

Für den Marienburger Platz sagte sie das der Ortsbürgermeisterin Nicole Reuss schon für die Ortsratssitzung am 20. November zu. Dann wolle der Investor seine Pläne vorstellen.

SPD-Vorsitzender René Laske bedankte sich bei Andrea Döring mit dem neuen Künstlerbecher der SPD und freute sich über die Zusage, „gern einmal wieder zu kommen.


Nachwahlen bei der SPD

Nicole Reuß, René Laske, Norbert Gässler und Jürgen Niedermeyer mit Elisa 

24. August 2018

  • (tH) Am 24. August wählte die SPD in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung
    zwei Vorstandsmandate nach.

Für die neue Ortsbürgermeisterin der Ortschaft Marienburger Höhe/Galgenberg wurde Dr. Norbert Gässler zum stellvertretenden Ortsvereinsvorsitzenden gewählt. Neue Beisitzer wurden Rahel Amon und Jürgen Niedermeyer.

Ortsvereinsvorsitzender René Laske bedankte sich bei Nicole Reuss wir ihre langjährige Tätigkeit als stellvertretende Vorsitzende Sie gehört künftig dem Vorstand von Amts wegen an.

Zur Unterbezirks-Vertreterversammlung zur Vorbereitung der Europawahl 2019 entsendet der Ortsverein Nicole Reuss sowie René Laske.

Ortsbürgermeisterin Beate König informierte die Mitgliederversammlung, dass für den Kindergarten Marienburg kein Neubau geplant ist. Stattdessen sollen die vorhandenen Kindertagesstätten Anbauten erhalten. An die Bundespartei richtet sich der Beschluss, die Rentenpläne von Olaf Scholz und Hubertus Heil zu unterstützen.


Lob- und Tadel auf dem Marienburger Platz

Foto: SPD    

08. Juni 2018

  • (bc) Es ist gute Tradition im Ortsverein Marienburger Höhe/Itzum, zweimal im Jahr in den Stadtteilen Infostände zu organisieren, um im direkten Kontakt mit den Bürgern Meinungen, Anregungen, aber auch Beschwerden und Lob für die Arbeit der Partei aufzunehmen.

Zum ersten Mal stellten sich am 8. Juni in ihren neuen Funktionen Nicole Reuß als Ortsbürgermeisterin Marienburger Höhe/Galgenberg und René Laske als Vorsitzender des Ortsvereins den Fragen der Bürger. Die bereit gestellten großen roten Schachteln, die „Lobbox“ und die „Meckerbox“ wurden gut gefüllt. Da die Bürgerinitiative für eine lebenswerte Marienburger Höhe und einen grünen Wasserkamp ebenfalls einen Infostand aufgebaut hatte, konnten sich die Bürger dort über die Pläne der Stadt zum Wasserkamp informieren und dann gleich gegenüber bei der SPD ihre Meinung zu einer möglichen Bebauung kundtun, wer dagegen ist, konnte per Infoblatt der BI eine „gelbe Karte“ zücken. Es kamen Bürger, die davon ausgehen, dass die SPD zu ihrer Wahlaussage von 2016 steht (keine weiteren Baugebiete in der Südstadt), aber auch Bürger, die meinten, in Itzum fehlen Bauplätze für Eigenheime.

Lob bekam die SPD für ihre Bürgernähe, die sie unter anderem mit Stadtteilveranstaltungen zu verschiedenen Themen und den Dialogständen beweist. Die Marienburger Höhe wurde als moderner Stadtteil mit guten Einkaufsmöglichkeiten gelobt, die Spielplatzsituation sei jetzt spitze, die neu gestalteten Plätze seien gut gelungen und gepflegt, die Nutzung daher überwiegend hoch.

Kritikpunkt war (wie jedes Mal), dass die Tempolimits im Stadtteil (Marienburger Straße) nicht eingehalten werden und öfter Kontrollen stattfinden müssen. Die sowieso große Verkehrsbelastung werde durch neue Baugebiete noch steigen. Die Grünflächenpflege müsse verbessert werden, Wegränder wachsen mit Unkraut zu. Es gäbe immer noch zu wenig Mülleimer (Tonkuhle) und sie sollten zum Beispiel an Spielplätzen regelmäßiger geleert werden. Dass dem Mensa-Neubau der Universität so viele Bäume geopfert werden mussten, wurde bedauert. Da der Wochenmarkt auf dem Marienburger Platz auch immer Kunden aus anderen Stadtteilen lockt, kamen auch einige Itzumer Bürger zum Stand, ihr Fazit: Wir leben gern und gut in Itzum. Am 9. Juni gab es dann den Infostand in Itzum vor dem Rewe-Markt. Anwesend war die gesamte Ortsratsfraktion (René Laske, Beate König, Sibel Güzel, Norbert Gaessler, Oliver Handelmann). Sie erhielten Unterstützung von dem landtagsabgeordneten Bernd Lynack, MdL, dem alten Vorsitzenden Hartmut Häger sowie Hannelore Michel.

In Itzum erfüllen die Sozialdemokraten ihren gesellschaftlichen Auftrag: Die Bürgerinnen und Bürger tragen Themen rund um die Grünflächenpflege sowie Hundekotbehälter mit integrierten Kottüten auf Hunde „Hotspots“ vor.

Ebenfalls wünschen sich die Itzumerinnen und Itzumer einen Drogeriemarkt in Itzum/Marienburg um möglichst ein vollwertiges Angebot vor Ort zu haben und somit den eigenen Stadtteil in welchem sie sich wohlfühlen nur in speziellen Fällen verlassen zu müssen.

Besonders gelobt wurde die neue 30er Zone vor der Schule sowie dem AWO Familienzentrum. Hier freuete sich der Vorsitzende und Fraktionsvorsitzende der SPD Ortsratsfraktion besonders, da er gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen dieser Errungenschaft ins Gespräch gebracht hat.

Das Thema Wasserkamp wurde natürlich auch hier zum Topthema. Es wurde kontrovers und respektvoll diskutiert. Fazit: Es ähnelt den Ortsvereinsbeschluss der SPD – Der Wasserkamp soll nicht bebaut werden.


Nicole Reuß ist neue Ortsbürgermeisterin auf der Marienburger Höhe/Galgenberg

Foto: Hartmut Häger                                                                                                                             

29. Mai 2018

  • Nach dem überraschenden Rücktritt des langjährigen und geschätzten Ortsbürgermeisters Stefan Gerlach (SPD), wählt der Ortsrat Marienburger Höhe/Galgenberg die 36 jährige Nicole Reuß (SPD) zur neuen Ortsbürgermeisterin im Stadtteil Marienburger Höhe/Galgenberg.

Nicole Reuß ist wissenschaftliche Mitarbeiterin sowie Wirtschaftsinformatikerin an der Universität Hildesheim.

Nach erfolgreicher Arbeit als stellvertretende Vorsitzende im SPD Ortsverein Marienburger Höhe/Itzum (2014-2018) und dem Ortsrat Marienburger Höhe/Galgenberg (seit 2016) konnte Nicole Reuß nötige Kompetenzen erwerben, welche sie nun in ihre Tätigkeit als Ortsbürgermeisterin einbringen kann um mit den anderen Kolleginnen und Kollegen der weiteren Fraktionen den modernen Stadtteil Marienburger Höhe/Galgenberg positiv nach vorne zu bringen. Viel Potential gibt es ja. Dankeschön und viel Erfolg bei der Arbeit!


SPD: Sparen beim Fahren

(Foto: Häger)  Prof. Dr. Helmut Lessing erläutert sein Konzept e2work.                               

16. Mai 2018

  • (tH) Fast 46 Millionen PKW sind zur Zeit in Deutschland zugelassen. Durchschnittlich drei Prozent ihrer „Lebenszeit“ fahren sie, 97 Prozent stehen sie. Prof. Dr. Helmut Lessing vom Institut für Geographie der Universität Hildesheim hält das volkswirtschaftlich für den größtmöglichen Schaden. Im SPD-Ortsverein Marienburger Höhe/Itzum stellte er am 16. Mai Alternativen vor.

Lessing ist auch Geschäftsführer des Forschungsprojekts „E2work – Entwicklung und empirische Evaluation eines Geschäftsmodells zum innerbetrieblichen CarSharing“. E2work heißt auch das Unternehmen, das aus dem Projekt hervorging und erfolgversprechend mit großen Unternehmen zusammenarbeitet. Die Grundidee: Betriebe und Beschäftigte teilen sich ihre Autos. Der Betrieb leased ein Fahrzeug, das nach den Wünschen des Angestellten ausgestattet ist und stellt es ihm gegen Zahlung der halben Leasingrate zur Verfügung. Nutzen können es beide, Vorrang hat der, der sich im Buchungsportal angemeldet hat. Von ihm bekommt er den elektronischen Autoschlüssel aufs Smartphone geschickt, mit dem er losfahren kann. Steht das Auto, kann es vom Betrieb oder anderen Beschäftigten genutzt werden – das Buchungsportal übernimmt das Flottenmanagement.

Erprobt wird das Modell gerade zusammen mit großen Betrieben wie der Universität Hildesheim, dem Helios-Klinikum oder enercity Hannover. Das Einsparpotenzial ist betriebswirtschaftlich enorm und bei 12,4 Millionen Pendlern deutschlandweit auch volkswirtschaftlich. Am größten wäre der Nutzen beim Einsatz von Elektrofahrzeugen. Verbraucht der kostengünstigste Diesel pro 100 Kilometer 49 kWh, kommt das E-Mobil mit 15 kWh aus. Selbst wenn alle PKW in Deutschland elektrisch betrieben würden, stiege der Stromverbrauch gerade mal um etwa 3,5 Prozent. Da die meisten Autos nachts aufgeladen würde, sei das schon unter heutigen Verhältnissen zu ermöglichen, so Lessing.

Dass gegenwärtig erst rund 165.000 PKW elektrisch angetrieben werden, führt Lessing im wesentlichen auf den Widerstand der OEM zurück, der Original Equipment Manufacturer oder auf Deutsch der Zulieferer der Autohersteller. Elektromobile brauchen weniger und andere Bauteile für ihre Antriebe. Hätten dreißig Prozent der PKW einen Elektromotor, setzten die OEM statt 348 Milliarden Euro 104 Milliarden weniger um, natürlich auch mit Auswirkungen auf die Arbeitsplätze. Dennoch hält es Lessing für möglich, dass das Ziel des Nationalen Entwicklungsplans E-Mobilität, im Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge zuzulassen noch erreicht werden kann.

Für Helmut Lessing ist klar, dass der Verbrennungsmotor in PKW aus ökonomischen und ökologischen Gründen keine Zukunft hat. Das gelte auch für das unwirtschaftliche und unvernünftige Nutzen individueller PKW. Mit e2work zeigte er bei der Mitglieder- und Stadtteilversammlung der SPD eine interessante Perspektive auf. Ortsvereinsvorsitzender René Laske dankte ihm dafür. Die SPD werde das Thema weiterverfolgen.


Lärmspaziergang auf der Marienburger Höhe

(Foto: SPD)   Nicole Reuß, Brigitte Cappelmann, René Laske, Kurt Warmbein

17. April 2018

  • (rl) Auf Einladung von der „Bürgerinitiative für eine lebenswerte Marienburger Höhe“ haben unser Vorsitzender René Laske sowie die Ortsratsmitglieder Nicole Reuß und Brigitte Cappelmann am Lärmspaziergang teilgenommen.

Gemeinsam mit rund 20 Bürger*innen haben wir mit professionellen Messgeräten des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) die Lautstärke auf der Marienburger Straße gemessen.

Hierbei kamen Werte von rund 73 Dezibel (an der lautesten Stelle, nähe Netto) und ca. 59 Dezibel (an der ruhigsten Stelle, in einer Seitenstraße) zustande.

Eine dauerhafte Lärmbelästigung schadet den Menschen bspw. durch unruhigen Schlaf und somit unmittelbar bei der Entwicklung eines jungen Menschens. Aber auch für alle anderen Bewohner*innen können diese Werte auf lange Zeit schädigend sein.

„All diese Faktoren müsse die Stadt aufgreifen, und zwar nicht nur bei einer Planung eines möglichen Baugebietes am Wasserkamp“, so Laske.

Grundsätzlich sollte die Stadt Hildesheim gemäß der „EU-Umgebungslärmrichtlinie“ schon bei 65 Dezibel Maßnahmen gegen den Lärm durchführen.

„Dies sei wichtig“, so Laske, „da das Leben und die Lebensqualität der Menschen vor Ort besser und gesünder gestaltet werden sollte“.

Die Stadt Hildesheim überarbeitet derzeit ihren „Lärmaktionsplan“.

Ein spannender Spaziergang mit viel Spaß und Informationen.

Wir bleiben für Sie am Ball!