Aktuelles

Interview mit Erika Hanenkamp – Ortsbürgermeisterin in Sorsum

Susanne Dreyer: Guten Tag Frau Hanenkamp, wir blicken alle auf turbulente und außergewöhnliche 12 Monate zurück. Wenn sie zurückblicken, was fällt Ihnen zuerst ein?

Erika Hanenkamp: Liebe Frau Dreyer, ich denke, wir bleiben beim Du, schließlich kennen wir uns schon lange und ich duze relativ viele Menschen hier im Dorf.

Wenn ich die letzten 12 Monate Revue passieren lasse, fällt mir als erstes ein, dass es sehr anstrengende Monate waren, aber auch ganz außergewöhnlich berührende Momente mit sehr viel Gemeinschaftsgefühl und Miteinander. Das hat mir sehr viel Mut gegeben weiter zu machen.

Susanne Dreyer: Welche Anfragen an Sie als Ortsbürgermeisterin werden in der Regel gestellt? Haben die sich seit der Corona-Pandemie erheblich verändert?

Erika Hanenkamp: Es sind oft Anfragen oder Beschwerden zum Thema „Ruhender Verkehr“, da ist Edeka und die Schule ein Dauerbrenner. Ansonsten wurde beim Wintereinbruch nach Schneeräumung gefragt. Viele waren ganz irritiert zu hören, dass sie hierfür selbst verantwortlich sind und nicht nur für den Bürgersteig, sondern auch für die Hälfte der Straße. Normalerweise muss dann der Schnee auf das eigene Grundstück verbracht werden, wenn es sein muss mit Schubkarre in den Garten. Das macht natürlich keiner. Es gibt Meldungen zu defekten Straßenlaternen oder zugewachsenen Gräben, solche Dinge eben.

Susanne Dreyer: Wie hat sich Corona auf das Dorfgemeinschaftsleben ausgewirkt?

Erika Hanenkamp: Das ist schwierig zu sagen. Einerseits ist das Leben einfach weitergegangen, allerdings ohne die Feste, die es sonst im Jahresverlauf gibt. Jetzt merkt man erst, wie schön es bei solchen Festen ist Menschen zu treffen, die man schon länger nicht gesehen hat, oder auch mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die man noch nicht kannte.

Einige Menschen haben mir erzählt, dass sie doch sehr traurig sind, ihre Familie nicht sehen zu können, oder auch Angst haben krank zu werden. Alle warten darauf endlich geimpft werden zu können.

Andererseits haben ganz viele virtuelle Aktivitäten stattgefunden, oder Dinge für die man sich virtuell verabredet hat. Ein Beispiel sind die ganzen kleinen Maibäumchen, die zusammen mit dem großen Maibaum auf der Wiese standen. Einfach bezaubernd!

Susanne Dreyer: Man spricht in den Medien viel von sogenannten „Querdenkern“ Haben Sie in Sorsum auch solche Erfahrungen gemacht?

Erika Hanenkamp: Keine Einzige!

Sicherlich haben einige gesagt, sie hätten Bedenken sich mit dem einen oder anderen Impfstoff impfen zu lassen. Aber die Alternative war für alle keine, die sie sich wünschen würden! Jetzt sind schon viele der 1. Gruppe geimpft und das wird auch Anderen Mut machen sich impfen zu lassen.

Susanne Dreyer: Viele Herausforderungen wurden an Sie gestellt, wie geht es Ihnen dabei immer parat stehen zu müssen?

Manchmal ist es sehr anstrengend. Alles ist immer anders, als es bisher war. Die Dinge, die funktioniert haben, tun das nicht mehr. Z.B. meine wöchentliche Sprechstunde findet seit einem halben Jahr nicht mehr statt. Es kamen nur noch wenige Leute. Da können 90 Minuten ganz schön lang werden. Dafür werde ich angerufen, wenn man Hilfe benötigt. Und das ist auch gut so, denn dafür bin ich da!

Vielen Dank für das Interview

Ostergruß der Ortsvereinsvorsitzenden

Liebe Sorsumerinnen und Sorsumer,

ein Jahr schon leben wir mit der Corona-Pandemie. Ein Jahr, welches für viele von uns mit Sorgen um die Angehörigen oder um die eigene Gesundheit geprägt war. Der Neustart in diesem Jahr ist leider weniger zügig gegangen, als wir uns vorgestellt und gewünscht haben. Auch aus der ersten Priorisierungsgruppe warten noch viele auf eine Impfung, dazu Polizist*innen, Erzieher*innen und Lehrer*innen und viele andere, die den „Laden am Laufen“ halten.

Das Jahr 2021 ist zusätzlich ein „Superwahljahr“, was für die politische Basis vor allem viel Arbeit bedeutet. Kandidat*innen müssen gesucht und gewählt, Kon­zep­te erarbeitet und diskutiert werden. Dies alles mit Abstandsgeboten, Masken­pflicht und deswegen meistens virtuell. Unsere Jahreshauptversammlung machen wir deswegen zum ersten Mal nicht in Sorsum, weil es hier keinen Raum gibt, der groß genug und für eine politische Veranstaltung zur Verfügung stehen würde.

Viele neue Ideen sind schon entstanden und dafür danke ich auch Ihnen. Wir werden versuchen sie nach und nach umzusetzen, damit unser Dorf noch mehr Lebensqualität bekommt.

Ihre

Susanne Dreyer

Impfzentrum für Sorsum abgelehnt

Eigentlich war es nur eine Frage bei der Stadt Hildesheim, ob man sich ein mobiles Impfzentrum auch in Sorsum vorstellen könnte.

Das Katastrophenschutzteam der Stadt Hildesheim fand die Idee so gut, dass die Anfrage sofort an das gleichnamige Team des Landkreises weitergeleitet wurde.

Das Argument, die ältere Bevölkerung vor Ort zu versorgen und das in der gut erreichbaren Sorsumer Sporthalle führte auch beim Landkreis dazu, dass Sorsum als Stadtteil Hildesheims auf die Warteliste kam.

Da alles ehrenamtlich organisiert werden sollte, mussten zügig Helferinnen und Helfer organisiert werden.

Ortsbrandmeister Matthias Scheelen seitens der FFW Sorsum, Frau Schick als Ärztin und Frau Ahl als kommissarische Leiterin der GS hatten ihre Unterstützung zugesagt. Weitere fachkundige Personen wollten vor Ort helfen und auch die entsprechenden Unterlagen lagen schon vor und waren teilweise bearbeitet, als das endgültige Aus des Landkreises kam.

Die Stadt Hildesheim als Kommune hat, genau wie die Stadt Alfeld ein Impfzentrum und deswegen sollten weitere, mobile Impfzentren, nicht genehmigt werden

Der Ortsrat Sorsum bedauert diese Absage, obwohl es ein erheblicher ehrenamtlicher Aufwand gewesen wäre und hofft jetzt auf einen baldigen Start der Hausarztimpfungen, damit auch in Sorsum so schnell wie möglich alle Seniorinnen und Senioren versorgt werden können.

Frau Schick bestätigte indessen, dass man sich gerne bei ihr auf eine Praxiswarteliste setzen lassen könne, um die Impfung bei ihr in vertrauter Umgebung zu erhalten.

 

Interview mit dem Ortsbrandmeister Matthias Scheelen und dem Jugendfeuerwehrwart Alexander Weise der Freiwilligen Feuerwehr

Frau Dreyer: Herr Scheelen, Sie sind der Ortsbrandmeister der FFW Sorsum. Welche Aufgaben haben Sie zurzeit?

Herr Scheelen: Von den zahlreichen Aufgaben sind – unverändert durch Corona – die Einsätze der Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung, die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft sowie organisatorische Tätigkeiten geblieben. Den

Übungsdienst sowie die Kommandositzungen führen wir, so gut es geht, online durch.

Frau Dreyer: Auch in Zeiten von Corona muss die FFW sicherstellen, dass Einsätze gefahren werden können. Wie wird das gewährleistet?

Herr Scheelen:
Einsätze sind zurzeit die einzige Tätigkeit, zu der wir zusammenkommen dürfen. Wir dürfen jedoch nur mit reduzierter Mannschaft die Fahrzeuge besetzen und müssen MNS-Masken tragen. Bei einem Einsatz rückt zunächst nur eines unserer Fahrzeuge aus, es sei denn, anhand des Alarmstichwortes ist direkt klar, dass alle verfügbaren Kräfte direkt benötigt werden. In der Regel muss aber ein Teil der Mannschaft wegen der reduzierten
Besatzung erst einmal am Feuerwehrhaus warten und gegebenenfalls nachrücken. Die Fahrzeuge und die Einsatzmittel werden weiterhin von den Gerätewarten gepflegt und nach jeder Nutzung desinfiziert.
Frau Dreyer: Wie hat sich Ihre Situation insgesamt verändert?
Herr Scheelen: Auf der Strecke geblieben ist wie überall der persönliche Kontakt beim Übungsdienst und den sonstigen kameradschaftlichen Veranstaltungen, sodass die Geselligkeit arg leidet. Dadurch bekommt man auch kaum etwas über eventuelle persönliche Veränderungen oder Sorgen der Kameraden mit. Dies gilt für alle Abteilungen in unserer Feuerwehr: Jugendfeuerwehr, Musik- und Spielmannszug und die Alterskameraden.
Frau Dreyer: Wie ist die Stimmung unter den Kameraden? Wie gehen Sie mit der veränderten Lage um?
Herr Scheelen: Ich habe den Eindruck, dass sich eine gewisse Enttäuschung breit macht, nicht mehr praktisch üben zu können, sich über Feuerwehr- und andere Themen austauschen und kompetent bürgernah umweltbewusstdabei sich direkt ins Gesicht sehen und gemeinsam Zeit verbringen zu können. Zum Teil fühlt es sich wie eine Art Dornröschenschlaf an. Ich hoffe, dass die Feuerwehr sobald als möglich daraus aufwacht und wieder zu ihrer gewohnten Aktivität zurückfindet. Ideen für ein erstes persönliches Zusammenkommen sowie eine Rückkehr in die Öffentlichkeit gibt es bereits.
Frau Dreyer: Gibt es auch eine Möglichkeit sich derzeit vom Dienst befreien zu lassen?
Herr Scheelen: Es gab bisher lediglich eine vorübergehende „Abmeldung“ eines Kameraden, dessen berufliche Tätigkeit hoheitliche Aufgaben beinhaltet und er somit in der Coronazeit nicht für Einsätze zur Verfügung steht.
Frau Dreyer: Haben Sie evtl. eine Bitte bzw. einen Wunsch an unsere Mitbürger?
Herr Scheelen: Ein Wunsch ist, uns weiterhin so zu unterstützen, wie es bislang war. Dies gilt auch für unser Fest zum 130jährigen Bestehen der Feuerwehr und zum 70jährigen Bestehen des Musikzuges. Falls wir das Fest verschieben müssen, würden wir uns freuen, dies unter Beteiligung möglichst vieler Mitbürger umso „krachender“ nachzuholen. Aber erstmal hoffen wir noch auf den September 2021.
Frau Dreyer: Herr Weise, Sie haben sich sehr für die Gründung einer Jugendfeuerwehr eingesetzt und leiten diese ja auch. Wie viele Mitglieder hat die Jugendfeuerwehr jetzt?

Herr Weise: Zurzeit sind insgesamt 23 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr Sorsum aktiv. Davon sind 5 Mädchen und 18 Jungen.

Frau Dreyer: Wie oft finden die Übungen normalerweise statt?
Herr Weise: In der Regel ist jeden Freitagabend zwischen 18:00 Uhr und 19:30 Uhr unser Übungsdienst. Nur in den Ferien findet kein Dienst statt.
Frau Dreyer: Wie muss ich mir so einen Übungsdienst mit den Jugendlichen vorstellen?
Herr Weise: Für den jeweiligen Übungsdienst haben wir ein bestimmtes Thema, welches wir den Jugendlichen in theoretischen und praktischen Teilen beibringen möchten. Wichtiger Punkt ist hierbei immer, die Dienste so vielfältig wie möglich zu gestalten und die Jugendlichen viel praktisch machen zu lassen. Dies geschieht über Planspiele, Fragerunden, das Zeigen von Experimenten oder das Üben mit den Gerätschaften.
Frau Dreyer: Was hat sich nun seit es Corona gibt verändert? Finden die Treffen überhaupt statt?
Herr Weise: Die weiterhin bestehende Lage leitet uns neue Ansätze zu finden. Zu Beginn der Pandemie haben wir kleinere oder größere Aufgaben für Zuhause vorbereitet. Zurzeit halten wir jeden Freitag Onlinedienste ab, bei denen wir zwischen den Inhalten der Feuerwehr und einfachen Spieleabenden variieren wollen.
Frau Dreyer: Wie schätzen Sie die derzeitige Stimmungslage der Jugendlichen ein.
Herr Weise: Die Motivation der Jugendlichen, weiterhin neues zu lernen und zu entdecken, ist groß, jedoch gestaltet es sich schwierig in einem praktischen Feld, wie es die Feuerwehr ist, dies auch in rein theoretischer Form umzusetzen. Gerade für Jugendliche ist es wichtig soziale Kontakte und Bindungen zu haben, um sich weiter zu entwickeln. Daher bemerken wir eher bei den jüngeren Kameraden/innen die Bereitschaft zur Teilnahme an Onlinediensten.
Frau Dreyer: Was ist nun weiter geplant?
Herr Weise: Wie bei anderen Vereinen lebt die Feuerwehr von der Interaktion untereinander, weshalb wir hoffen, so schnell wie möglich wieder Präsenzdienste abhalten zu können und unsere Jugendlichen mit Spiel, Spaß und Technik an die Feuerwehr heranzuführen. Solange diese Möglichkeit noch nicht gegeben ist, werden wir uns weiter auf Onlinedienste konzentrieren und weitere Möglichkeiten im Auge behalten. Wer Interesse an der Jugendfeuerwehr hat, kann trotz der aktuellen Lage gerne über die Homepage der Feuerwehr Sorsum (https://feuerwehr-sorsum.de/kontakt.html ) Kontakt zu uns aufnehmen. Wir freuen uns weiterhin über Zuwachs.

Vielen Dank für das Interview und die wertvolle Arbeit die Sie und Ihre Kameraden für die
Gemeinschaft leisten!

Der SPD Ortsverein Sorsum wählt die Kandidaten*innen für die diesjährige Ortsratswahl

Auf der diesjährigen durchgeführten Jahreshauptversammlung des SPD Ortvereines Sorsum vom 12. März 2021 haben die Mitglieder unter anderem über die Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl am 12. September 2021 abgestimmt.

Um die Corona bedingten Hygieneauflagen einhalten zu können, musste die Veranstaltung nach Groß Escherde verlegt werden. „Wir mussten zwar einige Gespräche im Vorfeld halten, um einen geeigneten Raum zu finden und beispielsweise Getränke hierherbringen, aber letztendlich bin ich sehr zufrieden und froh, dass das alles so reibungslos über die Bühne gegangen ist“, so die Ortsvereinsvorsitzende Susanne Dreyer.

Der SPD Ortsverein geht mit folgenden Kandidaten in die bevorstehende Kommunalwahl:

  1. Erika Hanenkamp
  2. Stephan Lenz
  3. Ilse Westfal
  4. Ludger Ernst parteilos
  5. Jörg Ossenkopp parteilos
  6. Susanne Dreyer
  7. Jutta Garau
  8. Anna Kusche parteilos
  9. Burkhard Koch parteilos

„Ich bin sehr froh, dass es uns gelungen ist diese Truppe auf die Beine zu stellen“, so der stellvertretenden Ortsvereinsvorsitzende Stephan Lenz. „Wir haben mit Erika Hanenkamp eine sehr engagierte und dazu noch beliebte Ortsbürgermeisterin die das Feld anführt. Auch spielte dieses Mal die Parteizugehörigkeit keine unmittelbare Rolle und wir konnten vier parteilose als Kandidaten gewinnen die in Sorsum bereits sehr engagiert sind.“

Für Erika Hanenkamp könnte es die dritte Amtsperiode als Ortsbürgermeisterin in Sorsum sein. „Ich habe in den letzten Jahren doch gemerkt, dass die Doppelbelastung als Kreistagsabgeordnete und Ortsbürgermeisterin sehr hoch ist und habe mich deshalb dazu entschlossen, mich nur noch auf Sorsum zu konzentrieren und nicht mehr für den Kreistag zu kandidieren“, so die 63-jährige Spitzenkandidatin.

„Mit Stephan Lenz hat Sorsum weiterhin einen sehr guten Vertreter im Stadtrat. Er hat in den letzten zehn Jahren gezeigt, dass er unsere Interessen gut vertreten hat und vor allem hat die Vergangenheit gezeigt, wie wichtig die Verbindung Ortsrat und Stadtrat ist“, so die Sorsumer SPD Chefin Susanne Dreyer!

Neben der Nominierung von Stephan Lenz für den Rat der Stadt Hildesheim wurde Susanne Dreyer von den Mitgliedern für den Kreistag aufgestellt.

(hintere Reihe v. links: Jörg Ossenkopp, Ludger Ernst Stephan Lenz; vordere Reihe v. links: Ilse Westphal, Anna Kusche Jutta Garau, Erika Hanenkamp)

SPD Ortsverein Sorsum fordert die Nachpflanzung an der B1

Aufgrund von Kommunikationsfehlern zwischen der Straßenmeisterei und einer ausführenden Landschaftsgärtnerei ist die Fläche zwischen Sorsum und Emmerke an der B1 stark gerodet worden. Die vormals von Sträuchern und Bäumen zugewucherte Fläche wurde nahezu komplett freigelegt und sehr großzügig gerodet.

Diese Arbeiten stehen in keinem Zusammenhang mit dem Naturschutz und schon gar nicht mit den angesiedelten drei Bibern die dort am Rössingbach ein Zuhause gefunden haben.

Der SPD Ortsverein Sorsum fordert die Stadtverwaltung Hildesheim (untere Naturschutzbehörde) auf, sich mit Nachdruck dafür einzusetzen, dass zeitnah entsprechende Nachpflanzungen dort stattfinden, um das entstandene Desaster möglichst schnell wieder einigermaßen in Ordnung zu bringen.

Nach dem Bericht in der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung ist ein ähnliches Vorgehen unweit der jetzigen Stelle bereits vor drei Jahren passiert. „Wir wollen und können so etwas nicht tolerieren. Umweltbewusstsein und Naturschutz ist in der Bevölkerung ein recht hohes Gut und steht nicht grundlos sogar im Logo der SPD Sorsum“, so der sichtlich verärgerte stellvertretende Sorsumer Ortsbürgermeister Stephan Lenz.

„Auch wenn es natürlich nachvollziehbar ist, dass gelegentlich Grünflächen geschnitten und gepflegt sein müssen, war dieses hier einfach zu viel. Die heimisch gewordenen Biber dort haben wir wahrscheinlich für immer verloren. Bleibt zu hoffen, dass sie in der Nähe bleiben. Wir wollen ein Zeichen für den Umweltschutz setzen und fordern eine möglichst schnelle und umfassende Renaturiesierung der Fläche zwischen Bundesstraße und Zufahrtstraße nach Sorsum und zur Auffahrt B1“, ergänzt die Sorsumer SPD Chefin Susanne Dreyer.

Entsprechende Unmutsäußerungen zu der unglücklich gelaufenen Aktion waren auf der Ortsratssitzung am 03. März auch von der Ortsbürgermeisterin Erika Hanenkamp zu vernehmen.

Solche Maßnahmen können mit einer Geldstrafe bis 50.000 € geandet werden.

„Uns liegt nichts daran hier einen Schuldigen zu finden und zu bestrafen, damit wäre keinem geholfen“, so das Stadtratsmitglied Stephan Lenz weiter. „Aber mit ein bisschen guten Willen und Engagement, sollte hier einiges wieder geradegerückt werden können! Und wenn die Stadtverwaltung mit ihrem Personal nicht dafür sorgen tragen kann, dass das wieder in Ordnung kommt, dann muss die untere Naturschutzbehörde sich halt an die Straßenmeisterei und an die Fremdfirma wenden damit die Arbeiten durchgeführt werden! Und das möglichst zeitnah.“

 

Der SPD Ortsverein Sorsum bittet um Bürgermeinung

Nach diesem Motto DEMOKRATIE LEBT VOM MITMACHEN hat der SPD Ortsverein Sorsum an alle Sorsumer Haushalte eine Postkarte verteilt, mit der die Einwohner dazu aufgefordert werden ihre Meinung kundzutun, um die Lebens- und Wohnqualität in Sorsum zu verbessern.

„Es ist uns wichtig direkt von den Bürgerinnen und Bürgern zu erfahren, wo ihnen der Schuh drückt oder was sie auf dem Herzen haben“, so der stellvertretende Sorsumer SPD Chef Stephan Lenz. „Auch, wenn wir natürlich aufgrund der Größe unserer Ortschaft zu vielen Mitmenschen einen kurzen Draht haben, erreichen wir mit der Postkartenaktion doch viel mehr Menschen!“

Gerade jetzt wo aufgrund der Corona Zeiten und der Witterungsbedingungen Kontakte sehr eingeschränkt sind, will der SPD Ortsverein noch mehr Flagge zeigen und bittet darum, um was und für was sich der Ortsverein und die Ortsratsmitglieder in der nächsten Zeit kümmern bzw. einsetzen sollen.

„Im Großen und Ganzen leben wir hier in Sorsum relativ sorgenfrei. Sicherlich könnten die Bustakte kürzer sein, die Kinderspielplätze, Grundschule und Feuerwehr moderner ausgestattet sein. So was ist aber in jedem Stadtteil dasselbe und dafür setzen wir uns ja auch ein, aber uns geht es mit dieser Aktion hier wirklich um das, was nicht so offensichtlich ist und somit auch nicht bekannt.“ berichtet die Ortsbürgermeisterin Erika Hanenkamp.

Auch wenn natürlich aus finanziellen Gründen, fehlender Zuständigkeiten oder rechtlicher Vorgaben nicht alle Wünsche zu erfüllen sind, werden die Antworten gesammelt, beraten und auf Umsetzbarkeit geprüft. Gegebenenfalls finden die Vorschläge sich dann auch im Wahlprogramm für den Sorsumer Ortsrat zur Kommunalwahl am 12. September 2021 wieder.

„Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen auf die Rückläufe!“, freut sich die Ortsvereinsvorsitzende Susanne Dreyer und bittet dabei auch das Angebot möglichst in großer Form anzunehmen. „Wir können nur umsetzen von dem wir auch wissen!“ Dass die Einflussnahme und Zuständigkeit des Ortsrates äußerst beschnitten ist, lässt die Sorsumer SPD Chefin nicht gelten: „Es ist ja völlig klar, dass wir hier keinen Flugplatz oder ein Schwimmbad bauen können, aber mit Einsatz und mit noch mehr Engagement ist schon einiges zu bewegen, um hier und da Verbesserungen vor zu nehmen. Gerade wir in Sorsum leben in einer gut funktionierenden Gemeinschaft. Das hat gerade die jüngste Vergangenheit wieder erst gezeigt!

Neben den Postkarten kann man auch über Facebook, die Internetseite (www.spd-sorsum.de) mit dem Ortsverein in Kontakt treten oder ein Vorstandmitglied direkt ansprechen.

 

Hochwasserschutz in Sorsum

In seiner Sitzung am 27. November 2019 fasste der Sorsumer Ortsrat auf Initiative der SPD Fraktion mehrheitlich den Antrag, dass die Verwaltung sich um die Planung und Bau eines Entwässerungsgrabens östlich des Koppelweges, zwischen Koppelweg und Feld in Richtung Wald als Verlängerung des bestehenden Grabens kümmern möge, um die angespannte Entwässerungssituation bei Starkregenereignissen in Sorsum zu entspannen.

Der Antrag fußte auf eine zwischen Verwaltung und der Ortsbürgermeisterin Erika Hanenkamp durchgeführten Gewässerschau im Spätsommer 2019, die zu diesem Ergebnis gekommen sind. Bedauerlicherweise sind bis Ende November 2020 keine weiteren Informationen an den Ortsrat dazu herangetragen worden. Zwar sagte die Verwaltung immer wieder eine Antwort in einer der nächsten Ortsratssitzungen zu, aber Corona bedingt waren diese fast unmöglich und wurden auch teilwiese abgesagt.

Im Rahmen der Haushaltsgespräche der Stadtverwaltung hat das Sorsumer Stadtratsmitglied und stellvertretende Ortsbürgermeister Stephan Lenz die Baudezernentin Andrea Döring darauf angesprochen.

Dann kam endlich Bewegung in die Sache und es folgte eine Verabredung zwischen der Ortsbürgermeisterin Erika Hanenkamp und dem Hochwasserbeauftragten der Verwaltung Heinz Habenicht zu einem Ortstermin.

Im Rahmen dieses Ortstermins wurde nunmehr die Sohle des Koppelweges ausgebaggert und die Durchläufe vom Bewuchs freigelegt. Es folgt noch die Reinigung der Grabendurchlässe und eine Anpassung etwaiger Höhenunterschiede um einen besseren Abfluss zu gewährleisten.

 

Jetzt können und werden die Querschnitte der Grabensohle und der Durchlässe vermessen und mit den bestehenden Kanaldurchmessern verglichen. Aufgrund dieser Ergebnisse der Untersuchungen zur hydraulischen Wirksamkeit des Abflusses von Koppelgraben und Entwässerungskanalisation sollen Vorschläge zur zukünftigen Verbesserung der Entwässerungssituation erstellt werden.

Es kommt endlich Bewegung in die Sache!

 

 

Wohnberatung

Immer mehr Menschen machen sich Gedanken darüber, wie sie im Alter leben möchten. Viele möchten in der vertrauten Umgebung bleiben. Häufig ist hierbei die altersgerechte Gestaltung der häuslichen Umgebung notwendig, um auch weiterhin selbständig und selbstbestimmt, sicher und bequem wohnen zu können. Dies ist umso wichtiger, wenn Hilfe und Pflege notwendig werden.

Häufig fehlen jedoch Informationen darüber, wie die Wohnung gestaltet werden kann, damit sie auch bei nachlassenden Fähigkeiten bewohnt werden kann. So ist in vielen Fällen der Einstieg in eine Badewanne zu hoch, Stufen können nicht mehr überwunden werden oder ein Balkon wird aufgrund einer Schwelle nicht mehr genutzt. Viele arrangieren sich mit diesen Unbequemlichkeiten und Einschränkungen und blenden hier die Gefahr eines Sturzes, der schwerwiegende Folgen haben kann, aus

Mit Hilfe von Wohnungsanpassungsmaßnahmen können Defizite ausgeglichen werden. Die Maßnahmen reichen von baulichen Veränderungen über den Einsatz von Hilfsmitteln bis hin zur Umorganisation der gesamten Wohnung.

Manchmal ist aber die Umgestaltung der Wohnung nicht sinnvoll oder möglich. Dann kann ein Umzug/eine neue Wohnumgebung in Frage kommen, damit das Leben wieder neue Perspektiven bietet. So gibt es Wohnformen, die Kontaktmöglichkeiten und Sicherheit fördern wie Wohngemeinschaften oder „Betreutes Wohnen“. Informationen und Unterstützung helfen dabei, die richtigen Entscheidungen im Rahmen einer „Wohnberatung“ zu treffen.

Ansprechpartner für Stadt und Landkreis Hildesheim ist hierzu der Landkreis Hildesheim mit den Pflegestützpunkten in Hildesheim (Ansprechpartnerin Frau Rose, Tel. 05121/309-1602) und in Alfeld (Ansprechpartnerin Frau Wegener, Tel. 05181/704-8132). Der Landkreis wird bei dieser Aufgabe von ehrenamtlichen Wohnberaterinnen/Wohnberatern unterstützt. Einer der ehrenamtlichen Wohnberater ist Dieter Sippach, der auch in Sorsum wohnt (Tel. 05121/9229733).

Die Wohnberatung informiert also über

– Umbaumaßnahmen in Ihrer Wohnung oder in Ihrem Haus wie z. B. einen Badumbau oder einen stufenlosen Eingang

– Ausstattungsveränderungen wie z. B. bequemere Möbel oder sichere Fußbodenbeläge

– Technische Hilfsmittel wie z. B. Badewannenlifter oder Haltegriffe

– Finanzierungsmöglichkeiten der Veränderungsmaßnahmen

– Wohnalternativen in der Umgebung

und bietet an

– sich unverbindlich zu informieren

– gemeinsam mit Ihnen die für Sie gewünschte Lösung zu erarbeiten

– Sie bei der Durchführung von Umbaumaßnahmen zu begleiten

– Sie bei der Antragstellung bei Kostenträgern zu unterstützen

 

Die Beratung ist individuell, vertraulich, neutral und kostenlos.

Wenn Sie in Sorsum eine Beratung mit Hausbesuch wünschen, stehen Frau Rose/Herr Sippach gern zur Verfügung. Rufen Sie an, um einen Termin zu vereinbaren.

Kinderbetreuung in Corona Zeiten

Interview mit Frau Maren Blank

Susanne Dreyer: Guten Tag Frau Blank

Sie haben zwei Kinder. Eines besucht die Grundschule und eines geht noch in den Kindergarten.

Was hat sich seit Corona in Ihrem Alltag verändert?

Maren Blank: So Einiges. Wir müssen jetzt alles besser strukturieren, verlässlicher absprechen und dann organisieren. Da ich eine Teilzeitbeschäftigung im Ort habe, mein Mann selbständiger Landwirt ist, können wir das Gott sei Dank gut umsetzen. Sogar mit spontanen Änderungen kommen wir gut zurecht. Da haben wir echt einen Vorteil gegenüber anderen Eltern. Vorher war unser Leben trotzdem unkomplizierter.

Susanne Dreyer: Wie haben Sie die Betreuung der Kinder organisiert?

Maren Blank: Da ich mich entschieden habe, meine Kinder nicht zur Schule bzw. in die KiTa zu schicken, müssen natürlich jetzt alle verfügbaren Betreuungskräfte mit anpacken. Das bedeutet, dass man sich auf Absprachen unbedingt verlassen muss. Da wir aber die Großeltern im Haus bzw. im Ort haben, hat das bislang glücklicherweise immer geklappt.

Susanne Dreyer: Waren Sie vom „home schooling“ betroffen?

Maren Blank: Ja, natürlich! Fast die gesamten letzten 12 Monate. Jetzt haben wir uns entschieden, die Kinder sicherheitshalber zu Hause zu lassen. Leicht ist uns das nicht gefallen, da wir ja nun gefordert sind, dass, was professionell in der Schule geleistet wird, zu Hause zu leisten.

Susanne Dreyer: Sind Sie der Meinung, dass Sie und Ihre Familie der Aufgabe gerecht wurden?

Maren Blank: Ich fühle mich da oft überfordert, da ich ja keine Lehrerin bin und trotzdem meiner Tochter die bestmögliche Bildung zukommen lassen möchte. Das führt natürlich auch immer zu Konflikten. Mache ich das richtig? Wie motiviere ich meine Tochter? Ich frage mich dann immer, wie machen das eigentlich die Eltern, die das gar nicht leisten können? Natürlich vermisst sie ihre Schulkameraden oder Freundinnen. Das ist eigentlich am Schlimmsten! Sie ist oft traurig und ich muss ihr dann so gut ich kann erklären, warum das gerade nicht geht. Ich glaube, Kinder verstehen das eigentlich schon. Ich finde es daher auch nicht gut, dass die Politik das den Eltern überlässt. Wie man sich auch entscheidet, man hat immer ein schlechtes Gewissen. Besser wäre es doch eine einheitliche Entscheidung zu treffen, dann weiß jeder, wie er dran ist. Natürlich würde ich lieber meine Tochter zur Schule schicken, aber ist das auch im Sinne einer Eindämmung der

Pandemie? Schließlich mussten wir uns entscheiden!

Susanne Dreyer: Sehen Sie für die schulische Zukunft Ihres Kindes eine Beeinträchtigung bzw. die Gefahr, dass die verlorenen Lehrinhalte nicht mehr aufgeholt werden können?

Maren Blank: Auf jeden Fall! Wir als Eltern können das niemals leisten! Es sei denn, man ist selbst Lehrer von Beruf! In der Grundschule wird Basiswissen vermittelt. Was ist, wenn das nun fehlt? Kann das meine Tochter aufholen? Besser wäre es, das Schuljahr zu wiederholen, damit alle Kinder die gleichen Chancen haben

Susanne Dreyer: In unserer Gesellschaft wird ja leider oftmals noch viel Arbeit, Zeit und Verantwortung für die Familie auf den Schultern der Mütter abgeladen. Fühlen Sie sich eventuell damit überfordert oder allein gelassen?

Maren Blank: Auf jeden Fall! Ich würde mir da schon wünschen, dass ich mehr Unterstützung bzw. Lösungen von der Politik bekommen könnte. Unsere Kinder sind ja auch unsere Zukunft. Und Bildung ist das Tor zu ihrer beruflichen Zukunft. Ich habe schon Bedenken, dass mein Kind jetzt Nachteile hat, weil der verpasste Stoff nicht richtig verarbeitet wurde.

Susanne Dreyer: Ich danke für das Gespräch

 

Susanne Dreyer

Vorstandsvorsitzende

 

 

Betreuungssituation in Sorsum

Bauarbeiten in der KiTa haben begonnen

Nach Langem hin und Her ist endlich Bewegung in der KiTa St. Antonius zu sehen. Seit Montag dem 25.1. stehen Container und Handwerkerautos auf und neben dem Geländer KiTa, um den lang ersehnten Um- und Erweiterungsbau zu starten.

Geplant ist die Eröffnung einer zweiten Krippengruppe am 1.3. diesen Jahres.

Bleibt zu hoffen, dass der geplante Starttermin auch einzuhalten ist. In Corona-Zeiten ist ja leider momentan mit allem zu rechnen.

Die neue Krippengruppe wird gerade Neueltern eine Last von den Schultern nehmen, auch wenn dann noch für die Kleinsten die sogenannte Eingewöhnungsphase beginnt, die nicht zeitgleich für alle Kinder erfolgen kann. Das heißt. einige Eltern werden ihr Kind nicht ab dem 1.3. in die Krippe bringen können, aber aller Anfang ist schwer und wir sind heilfroh, dass es überhaupt losgeht.

Soweit die Planungen für die Kinder, die im Jahre 2019 geboren worden sind.

Die Betreuung für die 18 Kinder, die im Jahre 2020 geboren worden sind, ist zu mindestens rechnerisch gegeben, da im Sommer wahrscheinlich 21 Kinder die KiTa in Richtung Schule verlassen werden.

Wir Sorsumer*innen freuen uns sehr über den Zuwachs so vieler Kinder, denn was gibt es Schöneres, als Kinderlachen, aber wir müssen auch permanent die entsprechende Infrastruktur für Kinder im Auge behalten und der jeweiligen Situation anpassen.

Infrage kommende Wohnungen, die übergangsweise angemietet werden, gibt es in Sorsum weit und breit nicht, auch eine Großtagespflege für die Kleinsten gibt es seit der Aufgabe der Zwergenkiste im ev. Gemeindehaus nicht mehr.

Hierzu muss es kontinuierlich Überlegungen geben, wie und wo Betreuung stattfinden kann.

Trauer um Gerda Borchard

Unser langjähriges Mitglied und ehemalige Vorsitzende verstirbt nach langer, schwerer Krankheit im Christophorusstift.

Eine feste Größe in unserem Ortsverein, Gründungsmitglied, Kassenwartin, Vorsitzende und in der Nachfolge Ihres verstorbenen Mannes für die SPD im Ortsrat und dort als stellvertretende Ortsbürgermeisterin präsent. So ist in Kürze der politische Werdegang unserer Genossin Gerda Borchard.

Aber sie war so viel mehr als das. Als Flüchtlingskind aus Schlesien traf sie mit ihrer Mutter in Sorsum ein und kam zuerst im ehemaligen Güldenen Winkel unter, wo der große Saal als Sammellager genutzt wurde. Danach wurden sie auf dem Hof Marheineke schräg gegenüber einquartiert, nicht weit von dem neuen Heim ihrer großen Liebe Egon Borchard entfernt, der auf dem Hof Behrends untergekommen war und den sie im Alter von 10 Jahren kennen lernte.

Sie gingen fortan gemeinsam in Sorsum zur Schule und so schnell es ging gemeinsam durchs Leben.

Egon war Landmaschinen-Schlosser bei Ahlborn und in Gewerkschaft und SPD engagiert. Gerda teilte seine Ansichten und trat am 1. Januar 1966 in die SPD ein. Nach Familienpause für die beiden Kinder Frank und Christiane, arbeitete sie lange Jahre im NLWN emanzipiert und selbstständig, wie sie war.

Nach dem viel zu frühen Tod ihres Mannes, der ebenfalls für die SPD im Stadtrat und als stv. Ortbürgermeister im Ortsrat war, beschloss sie sich stärker zu engagieren.

Am 18. Februar 1990 wurde sie bei der Neugründung des Ortsvereines Sorsum zur Kassenwartin gewählt.

Von 1986 bis Okt. 1991 und von Sept. 1996 bis Dez. 1997 vertrat sie die SPD im Ortsrat.

1998 wurde sie zur Vorsitzenden des Ortsvereins gewählt und legte den Vorsitz nur deshalb schon 1999 nieder, um ihren Sohn in Sulzfeld am Main in der Familienphase zu unterstützen.

Als ihre Enkeltochter in die Kinderkrippe kam, kehrte sie in ihr geliebtes Sorsum zurück.

Viele Aktivitäten hat sie unterstützt oder in die Wege geleitet.

Am 25 Okt. 2002 gehörte Sie zu den Gründungsmitgliedern der SPD Arbeitsgemeinschaft 60plus und war bis Juli 2008 deren Vorsitzende, und danach bis Okt. 2013 stellv. Vorsitzende.

Aus dieser Funktion kam es am 26. April 2007 zur Gründung des ersten Seniorenbeirates der Stadt Hildesheim. Für dieses Engagement wurde Gerda Borchard am 18. März 2016 der Ehrenbrief der SPD durch die damalige Bundesvorsitzende der AG 60plus Angelika Graf überreicht.

Als AWO – Vorsitzende organisierte sie ein großes Konzert zu Gunsten der Kinderkrebshilfe und sammelte Rezepte für ein Sorsumer Kochbuch.

Ihre Arbeit als Mitglied des Ortsvereines, ob als Beisitzerin im Vorstand, oder als Mitglied des SPD-Frauenfrühstückes war immer durch praktische, sozialdemokratische Ideen geprägt.

Lange nahm sie Anteil an den Geschicken des Ortsvereines und seinen Mitgliedern und organisierte selbst im Christophorusstift noch, dass eine SPD-Wanderung bei ihr einen Kaffee-Stopp machte.

Zuletzt war sie durch ihre Krankheit des Lebens müde, war aber immer noch durch Telefonate und Besuche mit dem Ortsverein verbunden.

Wir verlieren mit ihr einen wachen Geist und eine warmherzige, mitfühlende Frau und Genossin.

Wir werden sie sehr vermissen und trauern mit ihrer Familie.

 

Geliebt oder gehasst? Steingärten

Welcher in die Tage gekommene Haus- und Grundbesitzer kennt das nicht? Zuerst kann man seinen (Vor-)garten nicht üppig genug mit einer Pflanzenpracht gestalten, dann Jahre später stöhnt man angesichts der Aufgaben: Unkraut jäten, Blumen, Busch und Baum zurückschneiden, Laub fegen.

Ja, dann muss das Zeug noch weggebracht oder geschreddert werden. Manchmal wird es dann doch lästig oder zu viel.

Man kann ja auch einen Gärtner beauftragen, aber nicht jeder (insbesondere Rentner) hat dann auch die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung.

Viele entscheiden sich daher für eine Lösung, die derzeit schwer im Kommen ist: Sie verwandeln ihren (Vor-)Garten in einen pflegeleichten stylischen Steingarten. Gut, man muss jetzt noch einmal Geld in die Hand nehmen, aber dafür ist dann erstmal lange Zeit Ruhe mit den „ungeliebten Wildkräutern“ und dem ungestümen Wuchsdrang mancher Pflanzen.

Und weil es nicht nur den älter werdenden Gartenbesitzern so geht, finden es viele junge „Häuslesbauer“ nicht nur praktisch, sondern besonders chic.

Dazu kann man natürlich eingestellt sein wie man will….nicht allen muss alles gefallen. Jedoch hat diese neue- sagen wir mal Mode – auch Konsequenzen für den Lebensraum, in dem wir alle Leben. Leider werden es immer mehr!

Eigentlich geht es mir aber gar nicht darum, dass Steingärten geliebt oder gehasst werden. Nein, es geht darum, dass dadurch wertvoller Lebensraum für das, was dort kreucht und fleucht verloren geht.

Bereits durch die intensive Landwirtschaft und die wachsende Bebauung verkleinert sich der Lebensraum vieler Tiere, insbesondere der Insekten.

Erlaubt sind die Schottergärten in Niedersachsen laut Bauordnung jedenfalls auch nicht.

 

§ 9 NBauO – Nicht überbaute Flächen, Kinderspielplätze

(1) 1Die nicht überbauten Flächen von Baugrundstücken sind so herzurichten und zu unterhalten, dass sie nicht verunstaltet wirken und auch ihre Umgebung nicht verunstalten. 2Dies gilt auch für die nicht im Außenbereich gelegenen, nach öffentlichem Baurecht bebaubaren Grundstücke.

(2) Die nicht überbauten Flächen der Baugrundstücke müssen Grünflächen sein, soweit sie nicht für eine andere zulässige Nutzung erforderlich sind.

 

Sorsum hat ja bereits durch unser Ortseingangsschild ein gutes Zeichen gesetzt, das signalisiert: Uns liegt unser Dorf, der Lebensraum, die Ökologie an Herzen und wir sind bereit unseren Teil dazu beizutragen.

Man muss jetzt seinen Garten nicht in eine öder sterile Schotterfläche verwandeln. Es geht auch anders!

Es gibt viele Beispiele von pflegeleichten, erlaubten Steingärten. Man muss nur ein bisschen recherchieren, dann findet man wunderbare Kompromisse.

 

Vielleicht ist es auch eine Option, sich beim Fachmann beraten zu lassen!

Eines wollen wir auf jeden Fall nicht: Dazu beitragen, dass unser Lebensraum, die Natur, die uns umgibt, die sowieso schon ein fragiles Konstrukt geworden ist, noch mehr einschränken oder gar zerstörten.

 

Auswirkungen der Coronaeinschränkungen

Wir haben geöffnet“ Sagt Marlies Pantaleo

Hildesheim – viele Patienten benötigen mehrwöchige Heilbehandlungen. Egal ob Physiotherapie,, Ergotherapie oder Logopädie.

Rund 64 Prozent aller Patienten, die auf die Hilfe von Physio- oder Ergotherapeuten, Logopäden oder zahlreichen anderen Fachkräften im sogenannten Heilmittelbereich angewiesen sind, bleiben lieber zuhause.

Das habe kürzlich eine bundesweite Umfrage ergeben, sagt Marlis Pantaleo. Etliche Kollegen erzählen das gleiche: Patienten bleiben aus Angst vor Covid-19 weg, obwohl gerade Sie Experten in Sachen Umgang mit Hygiene sind. Schließlich wollen auch sie sich schützen.

Weiterhin werden von Ärzten notwendige Behandlungen verordnet und die Patienten haben ein Recht darauf behandelt zu werden.

Wie haben geöffnet“ Teilt ein Plakat im Fenster der Physiopraxis Pantaleo mit.

Die Erkrankten müssen nicht leiden, sie dürfen sich behandeln lassen.

Bleiben die Menschen weg, ist auch die Existenz der Praxen gefährdet. Viele haben auch Kurzarbeit beantragt. Anfangs war es auch die fehlende Information der Ärzte, was für Unsicherheit gesorgt hat.

Doch der Bund hat geregelt, dass zunächst bis zum 31. Mai alle notwendigen Heilbehandlungen auch angeboten werden können. Das gilt auch für Hausbesuche.

Genügend Schutzausrüstung ist in allen Praxen vorhanden, der Sicherheitsstandard wird gewährleistet, trotzdem ist die Angst der Kunden groß. Lieber warten sie ab und riskieren damit eine Verschlimmerung

Heimpatienten besonders betroffen

Der Lockdown trifft Menschen in Alten- und Pflegeeinrichtungen besonders hart. „Wir betreuen viele Menschen in solchen Einrichtungen und halten sie mobil. Wenn das nicht mehr passiert, versteifen sie“, sagt Pantaleo.

Das bedeutet mal wieder eine besondere Herausforderung für die sowieso schon überlasteten Pflegekräfte.

Dabei kann man das regeln.: „Das kann man in jeder Einrichtung so organisieren, dass die Sicherheitsstandards eingehalten werden. Zum Beispiel dadurch, dass festes Personal für bestimmte Heime zuständig sind“, sagt Nico Pantaleo, „man muss es nur organisieren“.

Nachwuchskräfte dringend gesucht

Die Gefahr besteht, dass einzelne Praxen schließen“, warnt Marlis Pantaleo. Der große Fachkräftemangel in diesen Berufen ist ja nun hinlänglich bekannt. „Wir sind der viertgrößte Arbeitgeber im Gesundheitswesen.“

Wir kämpfen darum, den Beruf attraktiver zu machen“, sagt Pantaleo. Zum 1. August 2019 wurde in Niedersachsen das Schulgeld abgeschafft. Als nächster Schritt setzen die Berufsverbände auf eine bessere Vergütung durch die Krankenkassen. „Viele, die den Beruf gelernt haben, flüchten wieder, weil das Einkommen nicht reicht“, sagt Pantaleo.

 

Susanne Dreyer

Im Gespräch mit Marlis und Nico Pantaleo

 

Frühlingswanderung des SPD Sorsums wird verschoben

Wegen der Gefahr möglicher Coronavireninfektion wird die geplante Frühlingswanderung des SPD- Ortsvereins zunächst abgesagt und auf einen unbestimmten Termin verschoben.

Ein neuer Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.