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Trauer um Gerda Borchard

Unser langjähriges Mitglied und ehemalige Vorsitzende verstirbt nach langer, schwerer Krankheit im Christophorusstift.

Eine feste Größe in unserem Ortsverein, Gründungsmitglied, Kassenwartin, Vorsitzende und in der Nachfolge Ihres verstorbenen Mannes für die SPD im Ortsrat und dort als stellvertretende Ortsbürgermeisterin präsent. So ist in Kürze der politische Werdegang unserer Genossin Gerda Borchard.

Aber sie war so viel mehr als das. Als Flüchtlingskind aus Schlesien traf sie mit ihrer Mutter in Sorsum ein und kam zuerst im ehemaligen Güldenen Winkel unter, wo der große Saal als Sammellager genutzt wurde. Danach wurden sie auf dem Hof Marheineke schräg gegenüber einquartiert, nicht weit von dem neuen Heim ihrer großen Liebe Egon Borchard entfernt, der auf dem Hof Behrends untergekommen war und den sie im Alter von 10 Jahren kennen lernte.

Sie gingen fortan gemeinsam in Sorsum zur Schule und so schnell es ging gemeinsam durchs Leben.

Egon war Landmaschinen-Schlosser bei Ahlborn und in Gewerkschaft und SPD engagiert. Gerda teilte seine Ansichten und trat am 1. Januar 1966 in die SPD ein. Nach Familienpause für die beiden Kinder Frank und Christiane, arbeitete sie lange Jahre im NLWN emanzipiert und selbstständig, wie sie war.

Nach dem viel zu frühen Tod ihres Mannes, der ebenfalls für die SPD im Stadtrat und als stv. Ortbürgermeister im Ortsrat war, beschloss sie sich stärker zu engagieren.

Am 18. Februar 1990 wurde sie bei der Neugründung des Ortsvereines Sorsum zur Kassenwartin gewählt.

Von 1986 bis Okt. 1991 und von Sept. 1996 bis Dez. 1997 vertrat sie die SPD im Ortsrat.

1998 wurde sie zur Vorsitzenden des Ortsvereins gewählt und legte den Vorsitz nur deshalb schon 1999 nieder, um ihren Sohn in Sulzbach in der Familienphase zu unterstützen.

Als ihre Enkeltochter in die Kinderkrippe kam, kehrte sie in ihr geliebtes Sorsum zurück.

Viele Aktivitäten hat sie unterstützt oder in die Wege geleitet.

Am 25 Okt. 2002 gehörte Sie zu den Gründungsmitgliedern der SPD Arbeitsgemeinschaft 60plus und war bis Juli 2008 deren Vorsitzende, und danach bis Okt. 2013 stellv. Vorsitzende.

Aus dieser Funktion kam es am 26. April 2007 zur Gründung des ersten Seniorenbeirates der Stadt Hildesheim. Für dieses Engagement wurde Gerda Borchard am 18. März 2016 der Ehrenbrief der SPD durch die damalige Bundesvorsitzende der AG 60plus Angelika Graf überreicht.

Als AWO – Vorsitzende organisierte sie ein großes Konzert zu Gunsten der Kinderkrebshilfe und sammelte Rezepte für ein Sorsumer Kochbuch.

Ihre Arbeit als Mitglied des Ortsvereines, ob als Beisitzerin im Vorstand, oder als Mitglied des SPD-Frauenfrühstückes war immer durch praktische, sozialdemokratische Ideen geprägt.

Lange nahm sie Anteil an den Geschicken des Ortsvereines und seinen Mitgliedern und organisierte selbst im Christophorusstift noch, dass eine SPD-Wanderung bei ihr einen Kaffee-Stopp machte.

Zuletzt war sie durch ihre Krankheit des Lebens müde, war aber immer noch durch Telefonate und Besuche mit dem Ortsverein verbunden.

Wir verlieren mit ihr einen wachen Geist und eine warmherzige, mitfühlende Frau und Genossin.

Wir werden sie sehr vermissen und trauern mit ihrer Familie.

 

Geliebt oder gehasst? Steingärten

Welcher in die Tage gekommene Haus- und Grundbesitzer kennt das nicht? Zuerst kann man seinen (Vor-)garten nicht üppig genug mit einer Pflanzenpracht gestalten, dann Jahre später stöhnt man angesichts der Aufgaben: Unkraut jäten, Blumen, Busch und Baum zurückschneiden, Laub fegen.

Ja, dann muss das Zeug noch weggebracht oder geschreddert werden. Manchmal wird es dann doch lästig oder zu viel.

Man kann ja auch einen Gärtner beauftragen, aber nicht jeder (insbesondere Rentner) hat dann auch die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung.

Viele entscheiden sich daher für eine Lösung, die derzeit schwer im Kommen ist: Sie verwandeln ihren (Vor-)Garten in einen pflegeleichten stylischen Steingarten. Gut, man muss jetzt noch einmal Geld in die Hand nehmen, aber dafür ist dann erstmal lange Zeit Ruhe mit den „ungeliebten Wildkräutern“ und dem ungestümen Wuchsdrang mancher Pflanzen.

Und weil es nicht nur den älter werdenden Gartenbesitzern so geht, finden es viele junge „Häuslesbauer“ nicht nur praktisch, sondern besonders chic.

Dazu kann man natürlich eingestellt sein wie man will….nicht allen muss alles gefallen. Jedoch hat diese neue- sagen wir mal Mode – auch Konsequenzen für den Lebensraum, in dem wir alle Leben. Leider werden es immer mehr!

Eigentlich geht es mir aber gar nicht darum, dass Steingärten geliebt oder gehasst werden. Nein, es geht darum, dass dadurch wertvoller Lebensraum für das, was dort kreucht und fleucht verloren geht.

Bereits durch die intensive Landwirtschaft und die wachsende Bebauung verkleinert sich der Lebensraum vieler Tiere, insbesondere der Insekten.

Erlaubt sind die Schottergärten in Niedersachsen laut Bauordnung jedenfalls auch nicht.

 

§ 9 NBauO – Nicht überbaute Flächen, Kinderspielplätze

(1) 1Die nicht überbauten Flächen von Baugrundstücken sind so herzurichten und zu unterhalten, dass sie nicht verunstaltet wirken und auch ihre Umgebung nicht verunstalten. 2Dies gilt auch für die nicht im Außenbereich gelegenen, nach öffentlichem Baurecht bebaubaren Grundstücke.

(2) Die nicht überbauten Flächen der Baugrundstücke müssen Grünflächen sein, soweit sie nicht für eine andere zulässige Nutzung erforderlich sind.

 

Sorsum hat ja bereits durch unser Ortseingangsschild ein gutes Zeichen gesetzt, das signalisiert: Uns liegt unser Dorf, der Lebensraum, die Ökologie an Herzen und wir sind bereit unseren Teil dazu beizutragen.

Man muss jetzt seinen Garten nicht in eine öder sterile Schotterfläche verwandeln. Es geht auch anders!

Es gibt viele Beispiele von pflegeleichten, erlaubten Steingärten. Man muss nur ein bisschen recherchieren, dann findet man wunderbare Kompromisse.

 

Vielleicht ist es auch eine Option, sich beim Fachmann beraten zu lassen!

Eines wollen wir auf jeden Fall nicht: Dazu beitragen, dass unser Lebensraum, die Natur, die uns umgibt, die sowieso schon ein fragiles Konstrukt geworden ist, noch mehr einschränken oder gar zerstörten.

 

Auswirkungen der Coronaeinschränkungen

Wir haben geöffnet“ Sagt Marlies Pantaleo

Hildesheim – viele Patienten benötigen mehrwöchige Heilbehandlungen. Egal ob Physiotherapie,, Ergotherapie oder Logopädie.

Rund 64 Prozent aller Patienten, die auf die Hilfe von Physio- oder Ergotherapeuten, Logopäden oder zahlreichen anderen Fachkräften im sogenannten Heilmittelbereich angewiesen sind, bleiben lieber zuhause.

Das habe kürzlich eine bundesweite Umfrage ergeben, sagt Marlis Pantaleo. Etliche Kollegen erzählen das gleiche: Patienten bleiben aus Angst vor Covid-19 weg, obwohl gerade Sie Experten in Sachen Umgang mit Hygiene sind. Schließlich wollen auch sie sich schützen.

Weiterhin werden von Ärzten notwendige Behandlungen verordnet und die Patienten haben ein Recht darauf behandelt zu werden.

Wie haben geöffnet“ Teilt ein Plakat im Fenster der Physiopraxis Pantaleo mit.

Die Erkrankten müssen nicht leiden, sie dürfen sich behandeln lassen.

Bleiben die Menschen weg, ist auch die Existenz der Praxen gefährdet. Viele haben auch Kurzarbeit beantragt. Anfangs war es auch die fehlende Information der Ärzte, was für Unsicherheit gesorgt hat.

Doch der Bund hat geregelt, dass zunächst bis zum 31. Mai alle notwendigen Heilbehandlungen auch angeboten werden können. Das gilt auch für Hausbesuche.

Genügend Schutzausrüstung ist in allen Praxen vorhanden, der Sicherheitsstandard wird gewährleistet, trotzdem ist die Angst der Kunden groß. Lieber warten sie ab und riskieren damit eine Verschlimmerung

Heimpatienten besonders betroffen

Der Lockdown trifft Menschen in Alten- und Pflegeeinrichtungen besonders hart. „Wir betreuen viele Menschen in solchen Einrichtungen und halten sie mobil. Wenn das nicht mehr passiert, versteifen sie“, sagt Pantaleo.

Das bedeutet mal wieder eine besondere Herausforderung für die sowieso schon überlasteten Pflegekräfte.

Dabei kann man das regeln.: „Das kann man in jeder Einrichtung so organisieren, dass die Sicherheitsstandards eingehalten werden. Zum Beispiel dadurch, dass festes Personal für bestimmte Heime zuständig sind“, sagt Nico Pantaleo, „man muss es nur organisieren“.

Nachwuchskräfte dringend gesucht

Die Gefahr besteht, dass einzelne Praxen schließen“, warnt Marlis Pantaleo. Der große Fachkräftemangel in diesen Berufen ist ja nun hinlänglich bekannt. „Wir sind der viertgrößte Arbeitgeber im Gesundheitswesen.“

Wir kämpfen darum, den Beruf attraktiver zu machen“, sagt Pantaleo. Zum 1. August 2019 wurde in Niedersachsen das Schulgeld abgeschafft. Als nächster Schritt setzen die Berufsverbände auf eine bessere Vergütung durch die Krankenkassen. „Viele, die den Beruf gelernt haben, flüchten wieder, weil das Einkommen nicht reicht“, sagt Pantaleo.

 

Susanne Dreyer

Im Gespräch mit Marlis und Nico Pantaleo

 

Frühlingswanderung des SPD Sorsums wird verschoben

Wegen der Gefahr möglicher Coronavireninfektion wird die geplante Frühlingswanderung des SPD- Ortsvereins zunächst abgesagt und auf einen unbestimmten Termin verschoben.

Ein neuer Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.